• Oktober 13, 2017

Auf der Suche nach dem perfekten Unternehmen – Ein Leitfaden mit 5 Schritten für die Generation der Millennials

Über meine Person: Verfasst von einem Mitarbeiter bei Arcusys (aus freiem Willen), der seine Arbeit und sein Unternehmen liebt -- Ich treibe meine berufliche Karriere an einem Arbeitsplatz voran, der mir eine klare Aufgabe stellt und ein positives Umfeld bietet, um mich weiterzuentwickeln und kreative Ideen zu verfolgen.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Da ich dieser Generation der Millennials angehöre, bin ich u. U. etwas voreingenommen. Die meisten Menschen verbringen mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz als zuhause. Ein Angestellter mit einer Arbeitswoche von 40 Stunden verbringt oftmals mehr Zeit mit seinen Kollegen als seiner Familie. Einige führen diesen Spaß und diese Erfüllung bei der Arbeit auf den Anspruch der Generation der Millenials  zurück. Ich glaube, dass es sich dabei einfach um rationales Verhalten handelt. Viktor Frankl würde mir wohl zustimmen.

Die Arbeitssuche ist anstrengend. Niemand möchte unnötig Zeit damit verschwenden, nach einer Arbeitsstelle zu suchen und Vorstellungsgespräche zu durchlaufen, wenn man letztendlich seine Arbeit abscheulich findet. Eine Befragung von LinkedIn aus dem Jahr 2015 ergab, dass 36 % der Befragten ihre Arbeitsstelle wechselten, da sie mit dem Umfeld oder dem Arbeitsklima unzufrieden waren. 41 % waren enttäuscht vom Management. Wie aber soll man wissen, ob einem ein Unternehmen zusagt oder nicht, bevor man überhaupt dort gearbeitet hat? Arbeitgeber werden sicherlich keine Probleme am Arbeitsplatz offenbaren, während sie nach neuen Mitarbeitern suchen. Wie kann man also die falschen Informationen herausfiltern und hinter die Fassade eines Unternehmens blicken, bevor man dort seine Stelle antritt? Wie erfährt man, ob einem die Arbeit Spaß machen wird? Die Wahrheit ist, man kann es nicht. Dennoch gibt es 5 Schritte, die man befolgen kann, um einen Schritt näher am perfekten Unternehmen zu sein.

1. Festlegen, was für Dich persönlich und beruflich auf kurze und lange Sicht wichtig ist

  • Prioritäten setzen: Stabilität, Arbeitsumfeld, Karrierechancen, Entwicklung, Verdienst, Work-Life-Balance, Wohlbefinden, Flexibilität, Leistungen, Unternehmensgeschichte, Risikobereitschaft (Stelle bei einem Startup-Unternehmen) usw. Bestimme die Variablen und erstelle eine Rangfolge.
  • Begeisterung am Arbeitsplatz: Ist die Arbeit ansprechend? Ist das Produkt, der Service oder die Branche interessant? Sorgen die Aufstiegschancen für Begeisterung? Ist die Arbeit abwechslungsreich oder monoton?
  • Deine Zukunft: Wo siehst Du Dich selbst in einem, zwei bzw. fünf Jahren? Wie willst Du diese Vorstellung umsetzen?

Entwerfe ein realistisches Budget, eine Investitionsstrategie, und einen möglichen Werdegang für Deine berufliche Laufbahn, erstelle ein sog. „Vision Board" – nutze alle Möglichkeiten, damit Du Dir Deine erwünschte Zukunft bildlich vorstellen kannst. Auch wenn Abweichungen wahrscheinlich unausweichlich sind, ist es hilfreich, auf klare Ziele hinzuarbeiten, anstatt mit Unklarheit voranzuschreiten und auf das Schicksal zu vertrauen.

Ordne Deine Vorstellungen: Ich bin begeistert von Produktivitätstools. Meine beiden Favoriten in den letzten Jahren: Trello und Momentum. Vielleicht schreibe es auch lieber in einen Organizer oder mache Dir geistige Notizen. Mache es so, wie es für Dich am besten funktioniert.

Wenn Du Schritt 1 abgeschlossen hast, ist es an der Zeit, nach einem Unternehmen zu suchen, das den in Schritt 1 festgelegten Vorgaben entspricht.

2.Auf Glassdoor oder kununu vertrauen

Ich habe die Stellenausschreibung von Arcusys auf Glassdoor entdeckt. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen mit der Mission, „Menschen überall auf der Welt dabei zu helfen, die perfekte Arbeitsstelle beim perfekten Unternehmen zu finden." Glassdoor ist eine hilfreiche Website, um die internen Strukturen und Dynamiken eines Unternehmens aufzudecken. Über 41 Millionen individuelle Besucher haben Glassdoor in einem Monat besucht und 10 Millionen davon haben über eine Millionen Unternehmen weltweit bewertet. Arbeitgeber können die Bewertungen nicht entfernen oder bearbeiten. So wird ein sehr transparentes Bild der unterschiedlichen Facetten eines Unternehmens gezeichnet. Arbeitgeber können Profile erstellen und Stellenausschreibungen hinzufügen.

Du findest Einblicke von Mitarbeitern zu:

  • Work-Life-Balance
  • Gehalt
  • Wertschätzung vom Management
  • Unternehmensgröße und Umsatz
  • Leistungen
  • Positive und negative Seiten des Arbeitsplatzes

Ein Leitfaden mit 5 Schritten für die Generation der Millennials

Zum Beispiel: 397 von 15.302 Mitarbeiterbewertungen erwähnten als positiven Punkt, dass man bei diesem Unternehmen „viel lernen kann". 1.804 Bewertungen gaben als negativen Aspekt das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit an. Glassdoor liefert nicht nur interne Informationen, sondern auch die Entwicklungstrends im Unternehmen. Es ist wichtig, dass man sich mit etwaigen Änderungen im Management oder mit Fusions- und Übernahmeaktivitäten auseinandersetzt, die sich auf die Bewertungen auswirken könnten.

3. Stellenausschreibung genau prüfen

Die Formulierung einer Stellenausschreibung ist entscheidend, um fähige Mitarbeiter anzusprechen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich mir klare Werte festgelegt habe, die ich in einem Unternehmen suchte: Ich wusste, dass es mir wichtig ist, ein positives Arbeitsumfeld, Aufstiegschancen und eine Arbeitsstelle zu finden, bei der die Menschen gerne arbeiten. Als Erstes hatte mich die Unternehmensbeschreibung angesprochen:

„Unser Hauptsitz befindet sich in Finnland, das eines der besten Bildungssysteme der Welt beherbergt. Wir glauben, dass das Zusammenspiel aus neuen Lernansätzen und richtigen Technologien der Schlüssel dazu ist, Unternehmen auf die Arbeitsweisen der Zukunft vorzubereiten."

Als Nächstes fielen mir drei wichtige Aussagen zur Unternehmenskultur ins Auge:

  • Platz 7 der besten Arbeitsplätze in Europa: Da dachte ich mir, dieser Arbeitsplatz bietet, evtl. was ich suche. Möglichkeiten zur Weiterbildung und Schulungen
  • Finnland: Hier dachte ich mir, dass ich folgende Chancen habe:
    - internationale Berufserfahrung
    - kulturelle Kompetenz
    - Verbesserung meiner Kommunikationsfähigkeiten
    - Testen meiner Grenzen
    - Skandinavische Arbeitskultur
  • Besonderer Pluspunkt: Die Stellenausschreibung wurde von einem Personalleiter verfasst. Das zeigt, dass das Unternehmen über eine engagierte Personalabteilung verfügt, die Erfahrung bei der Verwaltung von Mitarbeitern und deren Wohlbefinden hat.

4. Recherche zum möglichen Arbeitgeber – Websites und Social Media

Die Stellenausschreibung von Arcusys hat zwar mein Interesse geweckt, dennoch wollte ich mir die Website und die Social Media Pages des Unternehmens genauer ansehen. Auf der Website fiel mir sofort das NASA-Logo auf. Deshalb warf ich einen Blick auf das Whitepaper zur NASA. Das Image der NASA und die bahnbrechenden Projekte und Anwendungen von Valamis, der betrieblichen eLearning-Plattform von Arcusys, machten mich noch neugieriger. Ich war begeistert von der Unternehmensmission und den Werten am Arbeitsplatz. Es ist wichtig, dass ein Unternehmen sich um das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter kümmert, und dies auch wirklich ernst nimmt. Nachdem ich mir einige Einträge und Posts auf den sozialen Medien angesehen hatte, wurde mir klar, dass es sich hier um eine aufstrebendes Unternehmen mit einer offenen Unternehmenskultur handelt. Mitarbeiter (neben dem Marketing-Team und der Personalabteilung) waren auf den sozialen Medien involviert und posteten Beiträge und Kommentare. Weitere Websites: Crunchbase, Indeed und LinkedIn liefern Einblicke in die Unternehmensgeschichte, die aktuelle Situation und über die derzeitigen Mitarbeiter und Branchentrends.

5. Vorstellungsgespräch

Stelle Fragen zur Kultur, zum Wachstum und zu den alltäglichen Verantwortungsbereichen. Ein wichtiger Schritt ist es, dass Du Deine Fragen im Hinblick auf Deine eigenen festgelegten Vorgaben konstruierst. Ich hatte eine Reihe von virtuellen Vorstellungsgesprächen, und mir wurde schnell klar, dass ich Teil eins hilfsbereiten Teams werden würde. Man bot mir die Möglichkeit, den Mitarbeitern direkte Fragen zum Arbeitsalltag im Unternehmen zu stellen.

Ja, das kostete mich viel Zeit und war harte Arbeit. Wenn Du Dir aber nicht die Zeit nimmst, um Deine perfekte Arbeitsstelle zu finden, dann wiederholt sich der Vorgang immer und immer wieder. Und auch der ständige Stellenwechsel kann sich als kostspielig erweisen. Die Arbeit, die Du einmal reinsteckst, ist es mehr als wert!

Katy Roby
Marketing Assistant