Drei Lektionen aus dem Liferay & Valamis Digital Solutions Forum

Open Source-Lösungen und E-Learning-Experten kamen bei dem Liferay & Valamis Digital Solutions Forum in Culemborg, Niederlande, am 17. März zusammen. Das Forum konzentrierte sich auf digitales Lernen in der Bildung und den Unternehmen. Am Nachmittag gab es eine Einführungsrede von Wilfred Rubens, Fallstudien von Kunden, interaktive Demo-Vorführungen und Expertenaustausch in Diskussionsrunden.

Höhepunkte des Forums

Die Forumsteilnehmer genossen besonders die Gespräche mit ihren Kollegen und die Erfahrung aus echten Geschäftsfällen. Im folgenden finden Sie eine Zusammenfassung von drei Höhepunkten aus den spannendsten Präsentationen und Diskussionen vor Ort.

1. Technologie beim Lernen auf möglichst effektive Weise nutzen

Wir hatten das Vergnügen, Wilfred Rubens als Einführungsredner beim Forum zu hören. Rubens begann damit, dass er den weiteren Einsatz herkömmlicher Vorlesungen gegenüber aktivem Lernen infrage stellte. Technologiegestütztes Lernen kann sowohl nützliche wie auch weniger nützliche Verfahren bieten, während interaktive Videos und Simulationen als effektive Lernmethoden betrachtet wurden.

Rubens empfahl, Technik effektiver einzusetzen. Beispielsweise sollen Lehr- und Lerntools kontinuierlich angepasst werden und professionell sein, Lerner sollten mehr Kontrolle über das Lernen haben, es sollte Mehrfachmöglichkeiten für das Lernen geben, und Peer-Learning wird empfohlen (z.B. die paarweise Nutzung von Computern).

Laut Rubens sind die effektivsten sozialen Lernmethoden das kooperative Lernen, Modelling, und interaktives Lernen. Soziale Medien wurden nicht als das effektivste Lerntool angesehen.

Technologieunterstütztes Lernen ist dann effektiv, wenn ICT richtig angewendet wird, wobei die Bedingungen einen großen Einfluss auf die Wirksamkeit haben. Wir sollten Grundlagen für Bildungsdesign anwenden, beispielsweise formative Evaluation, Interaktion und rechtzeitiges, optimiertes Feedback.

Darüber hinaus ist es nicht ausreichend, nur über die neueste Technologie zu verfügen oder sich nur auf die beste Pädagogik zu verlassen. Wir müssen die Pädagogik für die digitale Welt anpassen und die Gelegenheiten nutzen, welche die Technologie bietet, um die besten Lernergebnisse zu erzielen.

2. Messen und analysieren von Lernen mit der Erfahrungs-API (xAPI)

Wie bei jeder anderen Funktion in einer Organisation ist es bei der Entwicklung des Lernprozesses ganz wesentlich, die Effizienz und den Return on Investment (ROI) beim Lernen zu messen. Bei einer fortschrittlichen digitalen Lernplattform können alle Lernaufzeichnungen verfolgt werden, wobei sie im Learning Record Store (LRS) gespeichert werden. Dadurch wird es Lernern möglich, ihren Fortschritt leicht nachzuvollziehen. Gleichzeitig sehen Administratoren und Lehrer, wie die Lerner vorankommen, ob einige Kurse nicht so voranschreiten wie sie es sollten, oder ob einige Schüler den Kurs abbrechen. Die Kombination von Lernanalysen mit künstlicher Intelligenz kann zukünftig interessante Chancen bieten.

Alle Kunden-Fallstudien, die bei dem Forum vorgestellt wurden, nutzen Lernanalysen (xAPI) und LRS auf vielfältige Weise. Abloy Oy hat eigene Lernpfade für sein globales Reseller-Netzwerk in der Abloy Academy durchgeführt, wo sie den Fortschritt der die Kurse durchführenden Schlosser leicht nachverfolgen und aufgrund der Ergebnisse handeln können. Phillips Medisize Finland kommt der Pflicht zur Einhaltung staatlicher Bestimmungen mithilfe des Learning Record Store und Onlineanalysen nach. Riveria erstellt visuelle Concept-Maps, um Lernern bei ihren Lernpfaden und Lehrern bei der Analyse und Anpassung der Kurse helfen zu können. Schüler der Dokter A. Verschoorschool können jederzeit und überall mit allen Geräten lernen und erhalten sofort Feedback für die weitere Entwicklung.

Organisationen haben damit begonnen, genauer nachzuverfolgen, ob ihre Lernabläufe funktional und effizient genug sind. Eine fortschrittliche Organisation verwendet eine Lernlösung, die umfassende Analytik und Berichtswesen zu den Lernergebnissen unterstützt. Dies nützt sowohl den Lernern wie den Administratoren und Lehrern und macht das Lernen für alle sichtbar.

3. Der Einsatz phänomenbasierten Lernens

Eine der interessantesten entstehenden Lernmethoden, die bei der Veranstaltung besprochen wurden, war mit Sicherheit das phänomenbasierte Lernen. Das phänomenbasierte Lernen basiert auf der Idee, Lernen und Lehren dichter an die Praxis heranzuführen, statt sich auf einzelne isolierte Fächer zu konzentrieren, die keine Beziehung zum täglichen Leben oder überhaupt zueinander haben. Bei phänomenbasiertem Lernen werden den Lernern breitere Themen statt Fächer beigebracht. Diese Themen können mit Ereignissen im echten Leben verbunden werden, was dazu führen kann, dass der Lerner das neue Know-how in der modernen Gesellschaft besser anwenden kann. Finnland ist eines der Länder, die phänomenbasiertes Lernen 2016 in den nationalen Lehrplan aufgenommen haben.

Phänomenbasiertes Lernen wird als sinnvoller Weg zur Organisation und Durchführung des Lernens angesehen. Es gab einige Fragen zu der Eignung für alle Bildungsstufen und unterschiedlichen Studienrichtungen. In der Diskussion fanden die Teilnehmer viele nützliche Kontexte, in denen dieses Verfahren genutzt werden kann, wie beim Jurastudium, bei dem verschiedene Rechtsfelder traditionell separat studiert werden, im Gerichtssaal jedoch unterschiedliche Rechtsfelder gemeinsam auftreten.

Ein anderes sehr gutes Beispiel für die Nutzung phänomenbasierten Lernens ist die Möglichkeit zur Individualisierung des Lernens. Innerhalb der gleichen Phänomene ist es einfach, Lerner dahin zu führen, dass sie sehr unterschiedliche Kombinationen aufgrund ihrer individuellen Kenntnisstände, Interessen und Bereitwilligkeit studieren.

Phänomenbasiertes Lernen wurde auch als nützliche Art und Weise angesehen, um andere pädagogische Modelle zu organisieren und umzusetzen, wie projektbasiertes, szenarienbasiertes, und geschichtsbasiertes Lernen.

Lesen Sie mehr über phänomenbasiertes Lernen und die Ergebnisse in der Riveria-Fallstudie hier.

Schlussfolgerungen

In unserer heutigen hoch technisierten Welt ist es entscheidend, dass man das Lernen lernt und die notwendigen Fähigkeiten erwirbt, um die verschiedenen Quellen zu durchsuchen und zu bewerten, um genau die richtige Information zu finden bzw. mit genau dem richtigen Experten zum Thema genau zur richtigen Zeit zu sprechen. Die effizientesten Lernlösungen wachsen mit den eindeutigen Anforderungen des Unternehmens mit. Sie sollten anpassbar sein, um die individuellen Bedürfnisse jedes Lerners zu unterstützen. Sie sind leicht zu benutzen, flexibel, und schnell zu entwickeln.

Erstellt von

Nea Kolmonen
Marketing Manager
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