• Februar 19, 2019

Laden Sie die KI in ihr Lern- und Entwicklungsteam ein

Sind Sie besorgt wegen der Aussicht, dass Künstliche Intelligenz (KI) Teil Ihrer Lern- und Entwicklungsprozesse (L&E) wird?

Vielleicht haben Sie Angst, dass die KI alle Aufgaben Ihres Teams übernehmen könnte. Oder schlimmer noch, die menschliche Note beim Lernen vollständig eliminiert.

Entspannen Sie sich.

Die KI ist keine Bedrohung für die L&E-Welt. Tatsächlich umgeben uns Komponenten der KI seit mindestens zwei Jahrzehnten.

Sie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und muss als nützliches Werkzeug bei der Gestaltung eines effektiven Lernens genutzt werden. Ich fordere Sie heraus, die KI einzuladen Ihrem L&E-Team beizutreten.

Wie kann die KI dem L&E-Team helfen, eine bessere Lernerfahrung zu entwickeln?

Seit der Digitalisierung des Lernens hat sich die Rolle der L&E-Profis als Reaktion auf die Art und Weise, wie die Menschen am liebsten lernen, verändert.

Erwachsene verbringen nicht mehr stundenlang mit der Suche in Büchern aus der Bibliothek, sondern finden die Informationen im Internet.

Als L&E-Fachleute ist es unsere Aufgabe, diese neue Art des Lernens zu unterstützen, indem wir selbstgesteuerte Lernaktivitäten fördern und ermöglichen.

Die KI sagt Lernbedürfnisse voraus

Die KI ist hilfreich, da sie den nächsten Zug eines Lernenden durch die bereits getroffenen Schritte vorhersagen kann.

Dabei handelt es nicht um Zauberei. Diese Informationen sind um Datenpunkte herum aufgebaut. Zusätzliche Lerninhalte, die durch frühere Daten identifiziert wurden, können basierend auf den angegebenen Interessen des Lernenden, seiner beruflichen Rolle oder dem, was die Kollegen des Lernenden studiert haben, bereitgestellt werden.

Das bedeutet für Ihr L&E-Team, dass Sie Lerninhalte entwerfen müssen, die das selbstgesteuerte Lernen ergänzen und unterstützen, die aber gleichzeitig auch relevante Inhalte enthalten, die aus anderen Online-Quellen syndiziert werden. Dies macht die Kurse für die Lernenden effektiver und interessanter.

Zudem ist das Kuratieren von Inhalten tatsächlich effizient.

Ihr L&E-Team kann Daten auch für die Entwicklung neuer Kursunterlagen verwenden. Unter Beibehaltung bestimmter Parameter zum Erreichen der Unternehmensziele, können Sie zusätzliche Lernmöglichkeiten mit dem Kernunterricht verknüpfen.

Lernentwickler sollten die KI nicht nur als hilfreich, sondern auch als „Kollegen“ betrachten, der die Routinearbeit leistet. Die KI kann verwendet werden, um Inhalte innerhalb der Lernplattform zu recherchieren, zu kuratieren und zu markieren. Dies ersetzt zwar nicht die Dienste eines Fachexperten oder interne Reviews, die vom L&E-Team durchgeführt werden, kann aber zusätzlich erforderliche Ebenen des Lernens aufdecken.

Auf diese Weise kann sich L&E auf die Planung eines besseren Lernens und die Produktion der bestmöglichen Lernmaterialien konzentrieren. Dadurch werden die Fähigkeiten des Teams wesentlich erweitert.

Wissen mit der KI teilen

Sehr häufig verstecken sich ganze Schätze von Schulungsinformationen in Unternehmen. Dies schränkt die Fähigkeit aller Mitarbeiter ein, konsequent zu lernen. Personalabteilung und Management können die Entwicklung von berufsspezifischem Lernen erleichtern, indem sie diese internen Schulungsressourcen gemeinsam nutzen.

Nach dem Hochladen auf die Lernplattform kann eine KI-Lösung die Inhalte nach Fachgebiet oder Jobtyp organisieren und dem Lernmaterial mehr Substanz verleihen. Die Inhalte können jederzeit mit Hilfe von Self-Service-Tools aktualisiert werden, die vom L&E-Team genehmigt wurden.

KI verbessert die Lernerfahrung der Mitarbeiter

Aus der Sicht des Lernenden hat die künstliche Intelligenz viele nützliche Eigenschaften. Deloitte’s 2018 HR Technology Disruptions Bericht teilt die positiven Auswirkungen, die KI und Augmented Reality auf das Lernen der Mitarbeiter haben.

Laut dem Deloitte-Bericht ermöglichen die neuen Tools ein kontinuierliches Performance-Management, erweitern die Möglichkeiten für Feedback erheblich und fordern uns, das Corporate Learning neu zu erfinden. Dies bietet den L&E-Teams unbegrenzte Möglichkeiten, die Lernerfahrung zu verbessern:

  1. Chatbots können den Lernenden Anregungen geben und einfache Fragen beantworten, während sie sich durch Lernmodule arbeiten. Ein Avatar, der den Lernenden beim Namen anspricht, erhöht die Personalisierung des Lernens.
  2. KI-unterstützte digitale Lernassistenten können intelligent zusätzliche Inhalte vorschlagen, die die Lernenden je nach den Themen, zu denen sie sich hingezogen fühlen, für nützlich halten können.
  3. Mehr Self-Service-Tools und Verzeichnisse können den Arbeitnehmern helfen, Antworten auf technische und arbeitsbezogene Fragen zu finden, wodurch die Notwendigkeit ständiger menschlicher Eingriffe entfällt.

Im Bereich des Human Capital Managements wird Lernen zunehmend mit Leistung verknüpft. Daher wird die KI letztendlich nützlich sein, um den Erfolg oder Misserfolg von Mitarbeitern basierend auf ihren Lernaktivitäten vorherzusagen.

Interaktives Lernen, das reale Arbeitsszenarien simuliert, kann den Mitarbeitern helfen, in einer sicheren Umgebung zu üben, um bessere Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu entwickeln und so ihre Gesamtleistung zu verbessern.

Wird die KI im Bereich L&E wirklich benötigt?

Laut einem Bericht von Dell Technologies wurden 85 % der Arbeitsplätze, die 2030 entstehen werden, sind noch nicht erfunden. Die Herausforderung für L&E-Teams besteht darin, das Lernen so zu gestalten, dass es die wichtigsten Soft Skills berücksichtigt, die die Mitarbeiter benötigen. Die Lernfähigkeit bestimmt, wer beschäftigungsfähig bleibt.

In Bezug auf die Vorbereitung der Mitarbeiter auf eine gute Leistung heute und in Zukunft benötigen die Mitarbeiter Zugang zu Schulungen, die mit modernen Methoden durchgeführt werden.

Dr. Patti Phillips, Präsidentin und CEO des ROI Institute, sagte dem HR Observer:

Machine Learning, künstliche Intelligenz und Augmented Reality bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter in kürzerer Zeit, mit höherer Qualität und in einigen Fällen kostengünstiger zu qualifizieren und weiterzubilden.

Sie empfahl, dass L&E-Teams diese Tatsachen nutzen, um zu vertrauenswürdigen Beratern in ihren Unternehmen zu werden.

Wird also die KI im L&D wirklich benötigt? Meine Antwort lautet: Ja.

L&E kann und sollte nach Möglichkeiten suchen, mit Lernwerkzeugen zu arbeiten, die KI beinhalten. Es wird nicht nur dazu beitragen, den Mitarbeitern eine effizientere Lernerfahrung zu bieten, sondern auch die Lern- und Geschäftsergebnisse miteinander zu verknüpfen und die Wirkung des Lernens auf das Unternehmen zu belegen.

Sicherlich sind nicht alle Möglichkeiten bisher bekannt und können auch nicht vorhergesagt werden, und wenn sich die Technologie weiterentwickelt, werden sich neue Möglichkeiten ergeben. Die Vorteile der Nutzung von KI-Lösungen zur Förderung des Lernens lassen sich jedoch nicht leugnen.

Um es zusammenzufassen:

  • Die KI gibt den Lernenden die Möglichkeit, die Suche nach On-Demand-Lernen zu beschleunigen.
  • Das Verständnis der natürlichen Sprache wird das Auffinden der benötigten Informationen auch aus riesigen Datensätzen, langen Videos und Dokumenten vereinfachen.
  • Die KI macht das Lernen für die Lernenden motivierender, indem es geeignete Inhalte chattet oder vorschlägt.
  • Dozenten werden die KI nützlich finden, um den Prozess der Suche nach benötigten Inhalten zu beschleunigen.
  • Die KI könnte eine vorgefertigte Vorlage für die Erstellung von Inhalten bereitstellen, die pädagogische und didaktische Aspekte umfasst, damit Inhalte effektiver präsentiert werden können.
  • Der Dozenz wird in der Lage sein, den Fortschritt der Lernenden mit der KI effizienter zu bewerten.

Über den Experten

Ana Gebejes
Senior Learning Consultant
Ana Gebejes hat Erfahrung im Erstellen und Erweitern innovativer digitaler Lernprogramme. Sie hat neun Jahre lang in der höheren Bildung gelehrt und hat einen Doktortitel in Computerwissenschaften. Zunächst hat sie über ihre Universität an der Valamis LXP gearbeitet, aber da ihr Valamis so gefiel, entschied sie, für das Unternehmen zu arbeiten. Bei Valamis ist Ana dafür verantwortlich, das der Lerneffekt passiert: Sie arbeitet eng mit Kunden, um deren Lern- und Geschäftsbedürfnisse zu identifizieren und diese in digitales Lernen zu übertragen.
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