• Juni 21, 2017

Warum sollten sich Unternehmen zum Thema Digital Learning Gedanken machen?

Das Beherrschen neuer Technologien, Forschung und das Wissen um sich ständig ändernde Anforderungen ist unabhängig von der jeweiligen Branche ein Teil des Arbeitslebens geworden. Das stellt für Mitarbeiter wie Unternehmen eine große Herausforderung dar. Die NASA-Astronauten Dr. Charles Camarda und Timothy Kopra besuchten Finnland, um Gespräche über eine kreative Problemlösungskultur, die Bedeutung des Lernens und darüber, wie digitale Lernplattformen eine Möglichkeit zur Effizienzverbesserung in Unternehmen bieten können zu führen.

Für Unternehmen kann die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ein Teil der Strategie zur Effizienzsteigerung sowie zur Mitarbeitermotivation sein.

Die Studie von Kleiner & Perkins' (2017, Internet Trends Report 2017) besagt, dass die Generation der Jahrtausendwende das Erlernen neuer Fähigkeiten als wichtigsten Sozialvorteil am Arbeitsplatz empfindet, während das Gehalt lediglich an vierter Stelle genannt wurde. In vier Jahren wird es sich bei 60-70 % der Mitarbeiter um Angehörige der Generation Jahrtausendwende und jüngerer Jahrgänge handeln.

Die Frage des effizienten Lernens und der Ausbildung am Arbeitsplatz sollte daher mit gebührender Sorgfalt betrachtet werden.

Herkömmliche Lernmethoden müssen weiterentwickelt werden

Die derzeitigen Arbeitsabläufe erlauben keine ausreichende Zeit für Entwicklung und Lernen.

Häufig geschieht der Lernprozess außerhalb der Arbeitszeiten, weil herkömmliche Lernmethoden zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Dr. Charles Camarda sieht eine hervorragende Chance im Bereich der von Unternehmen und Mitarbeitern eingesetzten Lernmethoden.

- Neue Fähigkeiten können nicht schnell und kostengünstig genug mithilfe herkömmlicher Lernmethoden erworben werden, führt Camarda aus.

Digitale Lösungen können die Lösung für effiziente Aus- und Weiterbildung während der Arbeitszeit darstellen.

Digitale Plattformen ermöglichen Analyse und Messung

Digitale Lernplattformen erfassen Daten der Nutzer. Durch die Analyse der Daten können Unternehmen nachverfolgen, welche Fähigkeiten am meisten benötigt werden und welche Lernmethoden von den Mitarbeitern bevorzugt werden. Diese Informationen können dazu verwendet werden, den Aus- und Weiterbildungsprozess weiterzuentwickeln, und die Art und Weise zu personalisieren, in der die einzelnen Mitarbeiter lernen.

Für Mitarbeiter bieten digitale Lernumgebungen die Möglichkeit zu einer schnelleren Aneignung von Fähigkeiten als bisher. Dies wird beispielsweise dadurch garantiert, dass für jeden Mitarbeiter spezifische Lernziele definiert werden, das Lernmaterial in unterschiedlichen Formaten angeboten wird, und dass die einzelnen in ihrem eigenen Tempo vorgehen können. Der Austausch von Informationen und das Lernen in Lerngruppen wird ebenfalls mithilfe digitaler Plattformen möglich.

Die Ergebnisse dieses Lernens werden anhand der erhöhten Effizienz und dem Motivationsgrad offenkundig. Mitarbeiter, die neue Fähigkeiten erwerben, sind motivierter für den Einsatz dieser Fähigkeiten als diejenigen, die beim Lernprozess Mühe haben.

- Eine digitale Lernumgebung sollte jedem Teilnehmer am lebenslangen Lernen die Möglichkeit bieten, Informationen zum Erlernen einer neuen Fähigkeit abzurufen. Durch digitale Umgebungen können Experten andere Fachleute finden und Informationen austauschen, berichtet Camarda.

Aktive Teilnehmer lernen besser

Bei der NASA ist Lernen ein grundlegender Bestandteil der Arbeit. Zur Lösung eines Problems im Weltraum benötigt man nicht nur eine gute Ausbildung und Erfahrung, sondern auch die Fähigkeit zum Erlernen von Neuem und zur Teamarbeit.

- Ich bewundere inzwischen die Notwendigkeit der Wiederholung. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir Dinge zu oft wiederholen, aber andererseits verstehen wir die Dinge durch die Wiederholung und erlernen Fähigkeiten, die in einer Weltraumstation überlebenswichtig sind, führt der NASA-Astronaut Tim Kopra aus.

Digitale Lernplattformen verlangen von Lernern eine aktive Teilnahme und ermutigen sie auch dazu. Sie unterstützen die Lerner auch bei der Auswahl der Methoden, mit denen sie am besten lernen.

Das Wiederholen von Experimenten und die Rolle als aktiver Teilnehmer am Lernprozess sind wichtig. Eine Lernmethode, die eine Problemlösung verlangt, ist effektiver als Lernen rein durch Lesen oder Zuhören, weil sie den Lerner dazu bringt, sein Wissen auf neue Art anzuwenden.

Die Einführung einer digitalen Lernplattform in ein Unternehmen verändert nicht nur die Art und Weise, wie Lernen gemessen und analysiert wird, sondern auch die Art und Weise, in der die Mitarbeiter am Lernprozess teilnehmen. So kann dies zu einer Veränderung der gesamten Unternehmenskultur beitragen.

Lesen Sie hier Camardas Tipps zur Entwicklung einer kreativen Problemlösungskultur in Unternehmen.

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Holger Bräunlich
Business Development Manager
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