• Dezember 20, 2017

Mitarbeitermotivation durch Wissensmanagement im Zeitalter des digitalen Umbruchs

„In unserer schnelllebigen und sich stets verändernden Welt verlieren derjenigen, die stehen bleiben und sich nicht weiterentwickeln. Lernen und Weiterentwicklung sind die Grundlagen für ein Unternehmen, das sich verbessern und positiv verändern will. Hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten spielen nicht nur eine entscheidende Rolle dabei, die beste Belegschaft für sein Unternehmen zu gewinnen, sondern sie stellen auch sicher, dass die Kenntnisse, Fähigkeiten und Arbeitsmethoden der Mitarbeiter auf dem neuesten und modernsten Stand sind. Dies ist ein wesentlicher Faktor für die Bindung der talentiertesten Mitarbeiter." 
Andy Lancaster, Leiter der Abteilung Lerninhalte und Entwicklung, CIPD

MOTIVATIONSSTRATEGIEN: Senkung der Mitarbeiterfluktuation

Lancaster erinnert uns daran, dass kein Wettbewerbsvorteil in unserer schnelllebigen und sich stets verändernden Welt lange währt, denn die Konkurrenz schläft nicht und fordert uns immer wieder heraus, unsere Grenzen zu überschreiten. Hinzu kommt, dass die heutigen digitalen Technologien die Stabilität des Unternehmens durch eine kontinuierliche Fluktuation gefährden. Von der Arbeitsplatzsuche und Bewerbungsverfahren bis zu Beschäftigungsmöglichkeiten an entfernten Orten – Arbeitsplätze sind nicht mehr auf die umliegende Umgebung begrenzt. Auf der anderen Seite suchen Beschäftigte heutzutage nach Selbstverwirklichung in ihrer Arbeit und einem angemessenen Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit. Effektive Motivationsstrategien sind daher von entscheidender Bedeutung. Eine starke Unternehmenskultur, die zu einer Senkung der Mitarbeiterfluktuation führt, kann es nur dann geben, wenn auf diese Prioritäten und die Trendwende in der Arbeitswelt eingegangen wird.

„Es wird ein Schlüsselfaktor sein, die Mitarbeiter bei der Erreichung ihrer individuellen Karriereziele durch wertvolles lebenslanges Lernen zu unterstützen. So können sich Unternehmen als bevorzugte Arbeitgeber abheben."

LERNEN: Weiterbildung der Mitarbeiter kommt Unternehmen zugute

Eines der relevantesten Themen, das sich wie ein roter Faden durch Lancasters Diskussion zieht, ist der Fokus auf Schulungen und Weiterentwicklung, die eine wesentliche Motivationsstrategie für Mitarbeiter bilden und eine effektive Möglichkeit sind, die Mitarbeiterfluktuation zu senken. Die Bedeutung von beruflicher und persönlicher Weiterentwicklung wird als wesentlicher Faktor hervorgehoben, um die Motivation für die wachsende Anzahl an Arbeitskräften aus der Generation Y aufrechtzuerhalten. Allerdings weist Lancaster in aller Deutlichkeit darauf hin, dass diese Entwicklung nicht nur auf die Millenials zutrifft! Ihre gesamte Belegschaft wünscht, sucht und erwartet sogar bis zu einem gewissen Grad die Initiative von der Abteilung für Lernen und Entwicklung bei der Unterstützung von Mitarbeitern, die sich in Bereichen weiterbilden möchten, die ihnen für ihre berufliche Weiterentwicklung wichtig erscheinen. Mitarbeiter sind nicht zufrieden mit rollenspezifischer Wissenserweiterung – sie streben nach Anerkennung ihrer persönlichen Interessen und Erwartungen, die über ihre gegenwärtige Position hinausgehen.

Auch wenn die unternehmensinternen Schulungen sich auf das Geschäftsmodell und den Gewinn des Unternehmens konzentrieren sollten, diese Erkenntnisse erfordern, dass die Grenzen verschwimmen. Schulungen, die dem Lerner zugute kommen, nutzen auch dem Unternehmen.  Diese Wechselwirkung ist manchmal richtig und manchmal falsch, aber es zahlt sich für ein Unternehmen am Ende aus, mehr in die Entwicklung von Mitarbeitern außerhalb ihrer Rolle zu investieren.

WISSENSMANAGEMENT: Leistungssteigerung der Mitarbeiter

Auch wenn es für den Mitarbeiter ideal sein kann, wenn er sich seine eigenen Entwicklungsbereiche aussuchen kann, ist es entscheidend, dass Unternehmen die Grenze erkennen können, wann die Nachfrage nach Ressourcen gegenüber den Vorteilen überwiegt. Lancaster erzählt uns, dass maschinelles Lernen Unternehmen dabei unterstützen kann, diese Grenze zu ziehen, indem aus den Datenbeziehungen und Mustern, die mittels Onlinebefragungen, Onlinesuchen und Onlineinhalten generiert werden, Geschäftsprognosen erstellt werden. Maschinelles Lernen kann es deshalb einem Unternehmen ermöglichen, auf komplexe Zusammenhänge einzugehen und schneller auf die Bedürfnisse und Wünsche seiner Mitarbeiter zu reagieren. Auf der Grundlage dieses Wissens können Unternehmen personalisierte Lernmöglichkeiten und zentrale Lernprogramme bereitstellen, ohne von den betrieblichen Leistungszielen und der Unternehmenskultur abzuschweifen.

Das bedeutet, dass der Einsatz der richtigen Wissensmanagement-Technologien nicht nur eine Verbesserung von Schulungsaufbau und -durchführung ermöglicht, sondern auch dazu führt, dass der Gewinnzuwachs maximiert und die Fluktuation zu minimalen Kosten reduziert wird.

„Ein Lernangebot, das nicht universal für alle gleich aufgebaut ist, motiviert die Mitarbeiter viel stärker. Zwar müssen Kernkonzepte und zentrale Abläufe konsequent vermittelt werden, entscheidend ist jedoch, dass die Lerner das Gelernte mit ihrer Rolle in Zusammenhang bringen."

DIGITALISIERTES LERNEN: Umgestaltung von Unternehmensschulungen

Lancaster weist uns darauf hin, dass digitale Technologien sämtliche Lebensbereiche verändert haben, zum Beispiel die Art und Weise, wie wir interagieren, recherchieren, einkaufen und sogar soziale Kontakte pflegen. Natürlich haben sie auch die Art und Weise, wie wir uns beruflich weiterbilden und lernen, verändert. Jedes Unternehmen, das sein Lern- und Entwicklungskonzept diesem neuen Lebensstil nicht anpasst, lässt wesentliche Erkenntnisse über den modernen Lerner unbeachtet. Mitarbeiter müssen zu jeder Zeit und von überall aus auf ihre Lernmaterialien zugreifen können, damit sie genau dann leistungsfördernde Unterstützung erhalten, wenn sie sie benötigen. Das heißt, es muss ein Wandel von „Kurs" zu „Ressourcen" stattfinden und Online-Lernen muss durch Communities und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sozialer gestaltet werden. Er betont, dass clevere Unternehmen das Potenzial dieser neuen Welt voll ausschöpfen, indem sie erstklassige Wissensmanagement-Plattformen nutzen, die sich mit diesem Wandel in Einklang bringen lassen. Unternehmen, die in dieser Angelegenheit keine Fortschritte erzielen, werden von den anderen schlicht und ergreifend überholt werden.

Lancasters Einblicke in diese wesentlichen Bereiche unterstreichen, welchen entscheidenden Einfluss Investitionen in Lernen und Entwicklung, die Digitalisierung des Lernens, Motivationsmaßnahmen und Strategien zur Senkung der Fluktuation auf den Erfolg in der heutigen schnelllebigen und digitalen Welt nehmen.

Andy Lancaster, Leiter der Abteilung für Lerninhalte und Entwicklung im Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), trägt mit seiner Unterstützung dazu bei, dass der Blick auf Lernen und Entwicklung in der gesamten Branche erweitert wird. Im CIPD beaufsichtigt Lancaster die Erstellung von professionellen Entwicklungsprogrammen, -qualifikationen und -ressourcen, die über alle Kanäle bereitgestellt werden. Er war Teil des Teams, das die neuen Lern- und Entwicklungsqualifikationen erarbeitet hat. Gegenwärtig ist er der Wegbereiter für digitales Lernen am Institut.

Lancaster bringt seine Kenntnisse ein, die sich aus 25 Jahren Praxis im Bereich Lernen und Entwicklung, einem Masterabschluss in Instruktionsdesign und Erfahrungen in zahlreichen Branchen und als Berater zusammensetzen. Hier wird er sein Expertenwissen hinsichtlich Lernen und Wissensmanagement preisgeben und verraten, wie Mitarbeiter im Zeitalter des digitalen Umbruchs motiviert werden.

Weitere Erkenntnisse von Andy Lancaster finden Sie auf Twitter:
@AndyLancasterUK