• Dezember 22, 2015

5+1 Tipps für eine erfolgreiche Mitarbeiterfürsprache

Der Wettkampf um ausgebildete und talentierte Mitarbeiter wird ständig intensiver. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Organisationen sich von konkurrierenden Arbeitgebern unterscheiden. Eine Antwort auf den wachsenden Wettbewerb um ausgebildete Arbeitskräfte ist das Arbeitgeber-Branding, dass die Fähigkeiten einer Organisation verbessert, die besten möglichen Kandidaten zu rekrutieren und bestehende Arbeitnehmerverhältnisse beizubehalten. In Bezug auf Arbeitgeber-Branding gab es in letzter Zeit ein wachsendes Interesse auch an Mitarbeiterfürsprache, denn wer könnte ehrlichere und genauere Informationen über ein Unternehmen als Arbeitgeber liefern, als die Arbeitnehmer selbst - sowohl aktuelle wie auch frühere.

Verstärkung des Arbeitgeber-Branding durch Mitarbeiterfürsprache

Mitarbeiterfürsprache war eines der heißesten Businessthemen 2015. Aber worum geht es bei Mitarbeiterfürsprache? Mitarbeiterfürsprache bedeutet, dass der Mitarbeiter seinen eigenen Arbeitgeber freiwillig bewirbt, zum Beispiel durch Teilen der Inhalte des Arbeitgebers in den privaten Profilen auf sozialen Medien. Aufgrund der Digitalisierung ist eine unbegrenzte Menge von Informationen verfügbar, wodurch es für Unternehmen schwieriger sein kann, sich positiv als Arbeitgeber aus der Informationsflut hervorzuheben. Mit der Hilfe von fürsprechenden Arbeitnehmern können Arbeitgeber nicht nur ein größeres Publikum erreichen, ihre Stimme wird auch besser gehört. Die Botschaft ist überzeugender und sticht voraussichtlich eher hervor, wenn sie von einem Unternehmensangestellten kommt, statt vom Unternehmen selbst. Daher ist es kein Wunder, dass Mitarbeiterfürsprache in jüngster Zeit für so viele Diskussionen gesorgt hat.

5+1 Methode zur Verbesserung der Mitarbeiterfürsprache

In meiner Masterarbeit untersuche ich das Verhältnis zwischen Arbeitgeber-Branding und Organisationskultur. Auf der Basis meiner Arbeit und der Zeit als Communications & HR Trainee bei Arcusys habe ich einige Faktoren bemerkt, die meiner Meinung nach eine Schlüsselrolle bei der Verstärkung der Mitarbeiterfürsprache spielen.

1. Ermöglichen

Mitarbeiterfürsprache ermöglichen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Gründe dafür, arbeits- und arbeitgeberbezogenes Material in ihren sozialen Medien zu posten, indem Sie in eine Organisationskultur und Mitarbeitererfahrung investieren. Wenn es Spaß macht, bei der Arbeit zu sein, ist man häufig auch dazu bereit, diese Tatsache mit anderen zu teilen. Stellen Sie außerdem sicher, dass sie als Organisation Qualitätsinhalte teilen, da niemand bereit ist, sich mit schwachen Inhalten auseinanderzusetzen, geschweige denn diese weiterzuleiten.

2. Ermutigen

Ermutigen, aber nicht unter Druck setzen. Mitarbeiterfürsprache sollte immer auf freiwilliger Basis geschehen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter die Nutzung sozialer Medien üben, zum Beispiel indem Sie eines der sozialen Zielmedien zur internen Verwendung in der Organisation nutzen. Halten Sie Ihre Mitarbeiter auf dem Laufenden über die von Ihnen veröffentlichten Inhalte, und machen Sie es Ihren Mitarbeitern leicht, diese zu befürworten, zum Beispiel indem Sie ihnen helfen, die Tags zu identifizieren, die beim Teilen der Inhalte in einigen Fällen verwendet werden können. Auf diese Weise helfen Sie den Mitarbeitern auch, ihre persönliche Marke zu erstellen.

3. Belohnung

Behalten Sie diejenigen Mitarbeiter im Auge die als Fürsprecher für das Unternehmen auftreten, und belohnen sie diese gelegentlich. Eine gelegentliche Anerkennung ermutigt die Menschen, auch zukünftig als Fürsprecher aufzutreten und inspiriert andere dazu, das Gleiche zu tun.

4. Vertrauen

In vielen Organisationen herrscht immer noch eine Ideologie, nach der es nicht akzeptabel ist, soziale Medien während der Arbeitszeiten zu verwenden, oder gar etwas zu teilen, was sich auf die Arbeit oder den Arbeitgeber bezieht. Es ist sehr bedauerlich, dass mancherorts immer noch darüber nachgedacht wird, ob die Mitarbeiter überhaupt noch arbeiten werden, sobald sie soziale Medien am Arbeitsplatz verwenden dürfen. Nun ja, falls sie dies nicht tun, dann liegt meines Erachtens das Problem an anderer Stelle als bei der Verwendung sozialer Medien. Um unseren CEO Jussi Hurskainen zu zitieren: „Vertraue, und die Menschen werden dir vertrauen."

5. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Wie in vielen anderen Fällen, ist es auch bei der Mitarbeiterfürsprache eine erprobte Vorgehensweise, als Beispiel voran zu gehen. Sie können nicht davon ausgehen, dass ihre Mitarbeiter öffentlich für das Unternehmen sprechen, wenn Sie das auch nicht tun. Ermutigen Sie andere zur Mitarbeiterfürsprache durch ihr eigenes Beispiel.

+ Behandeln Sie Ausstiegsprozesse reibungslos

Unterschätzen Sie nicht die Macht ihrer früheren Angestellten, da deren Botschaft als noch zuverlässiger betrachtet werden kann, als die Botschaften ihrer derzeitigen Angestellten. Stellen Sie sicher, dass Ausstiegsprozesse immer gut gemanagt werden, um sicherzustellen dass die Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, dies mit einem guten Bild des Unternehmens tun.

Zusammenfassend kann man sagen: Geben Sie Ihren Mitarbeitern Gründe dafür, stolz auf ihre Arbeit und das Unternehmen zu sein, für das sie arbeiten. Ich habe festgestellt, dass meine Posts auf meinem eigenen Instagram-Account heute zu 80 % den Hashtag #WeAreArcusys enthalten. Zufall? Das bezweifle ich.

Tiina Holkeri
Communications & HR Trainee